Im Jahr 1997 veröffentlichte Wolfgang Reget anlässlich der 850-Jahrfeier von Haustadt das Familienbuch „Die Einwohner von Haustadt und Honzrath 1550-1899“. Eine zentrale Quelle bei der Erstellung des Buches waren die Haustadter Kirchenbücher. Schon damals gab es vereinzelte Hinweise auf ein noch älteres Kirchenbuch. Doch es war nicht auffindbar. Es hieß, das Kirchenbuch sei im Zweiten Weltkrieg verloren gegangen. Im Juni 2023 tauchte im Bistumsarchiv Trier ein älteres Kirchenbuch der Pfarrei Haustadt wieder auf. Nachfragen bestätigten, dass das verschollen geglaubte Buch nicht vernichtet worden war und der Forschung somit wieder zur Verfügung steht. Es enthält Tauf-, Heirats- und Sterbeeinträge von 1674 bis 1745 sowie zahlreiche Kirchenrechnungen aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts bis zum Jahr 1745.
Das Bistumsarchiv stellte das lange verschollene Kirchenbuch zur Auswertung zur Verfügung. So konnten eine genealogische Lücke von rund 70 Jahren geschlossen und neue Erkenntnisse zur Geschichte von Haustadt und Honzrath gewonnen werden, die in insgesamt 15 Aufsätzen in dem vorliegenden Band vorgestellt werden. Die Familien der beiden Orte werden in einer Form und Tiefe dargestellt, die über die bloße Wiedergabe von reinen Lebensdaten hinausgeht. Hierfür wurden zahlreiche Quellen aus unterschiedlichen Archiven ausgewertet – unter anderem aus dem Tiroler Landesarchiv in Innsbruck, dem Departementarchiv Nancy, dem Departementarchiv Metz, dem Landesarchiv des Saarlandes sowie insbesondere aus dem umfangreichen Bestand 55 A 4 (Deutschherrenkommende) des Landeshauptarchivs Koblenz.



